Lita Cabellut

* 1961 in Barcelona/Spanien
Studium der Malerei an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam.
lebt und arbeitet in Den Haag/Niederlande

Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl)

* Camarón, RomAmor, Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste
* Tuin & Kunst 10 daagse, Museum Nienoord, Groningen, Niederlande, (solo), 2013
* Triology of the Doubt, Espai VolART Fundacio Vila Casas,
  Barcelona, Spanien, (solo), 2013
* Behind the Courtains, Opera Gallery, Hong Kong, (solo), 2013
* Me, You and the Others, Museum Wrestas, Tampere, Finnland, 2013
* After the Show, Terminus, München, Deutschland, (solo) (Kat.), 2012
* Portrait of Human Knowledge, Opera Gallery, London, England, (solo) (Kat.), 2012
* Memories Wrapped in a Gold Paper, Opera Gallery, Dubai (solo), 2012
* Coco, Opera Gallery, Paris, Frankreich, (solo), 2012
* Shit happens, Opera Gallery, London, England, (solo), 2011
* Camaron, Kai Dikhas, Berlin, Deutschland (solo), 2011
* La Perla Negra, Opera Gallery, London, England, (solo) (Kat.), 2011
* Maddness and the Reason, Bill Lowe Gallery, Atlanta, USA, (solo), 2011
* Manifesta Maastricht, Maastricht, Niederlande, (solo), 2010
* Art Karlsruhe, Gunther Gallery, Karlsruhe, Deutschland, 2009
* The Forgotten Europiens, Kölnischen Stadtmuseum, Köln, Deutschland, 2009
* A la Mesa, Opera Gallery, Seoul , Korea, (solo), 2008
* Gypsy Exhibition, KluturHaus RomoKher, Mannheim, Deutschland, 2008
* Gonzhen – Art in Sport, Bejing, Chenglu, Shenyang, Nanjin, Guangzhou, China, 2008
* A la Mesa! Opera Gallery Seoul, Seoul, Korea, 2008
* Gronzhen – Art in Sport, Museum of Contemporary Art, Shanghai, China, 2007
* “Paz y Sacrificio”, Art Space “Espacio 133” Boronat, Barcelona, Spanien, (solo), 2005
* Inaugural Exhibition, The Lowe Gallery, Santa Monica, Kalifornien, USA, (solo), 2002


Biografie

Lita Cabellut ist eine katalanische Gitana. Früh verwaist, lebte sie in ihrer Jugend zeitweise als Obdachlose auf den Straßen ihrer Geburtsstadt, bevor sie im Alter von 13 Jahren von einer katalanischen Adelsfamilie adoptiert wurde.

Als Jugendliche besuchte die Künstlerin den Prado in Madrid, wo sie insbesondere Goya, Velázquez, Murillo und Ribera beeindruckten. Die prägenden Einflüsse dieser Künstler sind neben den oftmals harten Erfahrungen ihrer Kindheit noch heute in ihren Bildern spürbar. Mit 19 Jahren verließ Cabellut ihre Heimat, um an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam Malerei zu studieren.

In einem Interview gab sie als besonderen Grund für ihre Wahl an, dass das Licht in den Niederlanden wie in keinem anderen Land sei und eine magische Offenbarung für den Maler ist. In den Niederlanden fand sie zu ihrer Bildsprache: Auf großformatigen Leinwänden und oft in expressiver Geste zeigt sie vom Leben gezeichnete Menschen – dabei ist es ihr Hauptanliegen die menschliche Größe, ihre „Grandeur“ zu zeigen.

Cabelluts Motive sind enge Freunde, künstlerische Wahlverwandte und Berühmtheiten, ebenso wie Menschen der Straße. In ihre Kunst fließt auch die Auseinandersetzung mit allen andern Arten von Kunst ein: Modedesign, Fotografie, Musik, Literatur. Die Gemälde zeichnen sich durch eine besondere Dramatik des Lichts und der Farben aus. Die reichhaltigen Texturen der Bilduntergründe und die gestische Malerei entfalten eine unmittelbare Wirkung.

So setzte sich Lita Cabellut in der im Juni 2011 in der Galerie Kai Dikhas präsentierten Bilderreihe Camarón mit dem berühmten andalusischen Flamencosänger Camarón de la Isla (1950–1992) auseinander. Der stilbildende Musiker wird von unzähligen Anhängern dieser Kunstform für seinen die Grenzen des traditionellen Flamenco überschreitenden Gesang verehrt. Durch Veröffentlichungen wie Como el agua, La leyenda del tiempo oder Soy Gitano hat er die Musik der spanischen Roma in der Mehrheitsgesellschaft Spaniens etabliert. Er war und ist eine politische wie kulturelle Identifikationsfigur für die spanischen Gintanos und erreichte die Popularität eines Popstars. Die Leidenschaft des Flamencos von Camarón fängt Lita Cabellut in ihren Bildern ebenso ein, wie die harten Lebensumstände des heroinsüchtigen Musikers. Durch expressive Pinselstriche und zuweilen die Auflösung der Form drückt Cabellut die Zerissenheit und den Schmerz Camaróns aus, aber auch seine Energie – einen Zustand, der im Flamenco als Duende bezeichnet wird.                                   Sophie Nikolitsch & Moritz Pankok